Mittwoch, 12. Juni 2013

Kastration bei Hunden - Ja oder Nein?

Ob du deinen Hund kastrieren lässt oder nicht ist eine sehr persönliche Entscheidung. Lass dich am besten umfassend vom Tierarzt beraten.

Hier jedoch bereits einige Fakten, die dir bei deiner Entscheidung weiterhelfen werden.


Was genau ist eine Kastration bei Hunden?

Bei einer Kastration werden dem Rüden beide Hoden und der Hündin die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt.

Vor- und Nachteile der Kastration

Vorteile bei der Hündin:
  • Tumore können verhindert werden, vorausgesetzt, dass die Hündin vor der ersten Läufigkeit kastriert wird.
  • Die Hündin kann keine Welpen mehr kriegen. (Vor- oder Nachteil)
  • Die hygienischen Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit dem blutigen Läufigkeitsausfluss weg.
  • Sie kann nicht mehr scheinträchtig werden.

Nachteile bei der Hündin:
  • Der unkontrollierbare Abgang von Urin ist einer der wichtigsten und unangenehmsten Folgeerscheinungen der Kastration bei der Hündin. Dies kann vor allem im Schlaf vorkommen. Dies wird auf den Verlust von weiblichen Geschlechtshormonen zurückgeführt.
  • Die Fellstruktur kann sich vor allem bei langhaarigen Hunden verändern und einige Rassen können ein stumpfes Babyfell bekommen.

Vorteile beim Rüden:
  • Der Rüde wird zeugungsunfähig gemacht, was vor allem wichtig ist, wenn Rüden und Hündinnen im gleichen Haushalt leben.
  • Der auftretende weiße, schleimige Ausfluss aus der Vorhaut wird gestoppt.
  • Tumore können verhindert werden.
  • Es wird eine Ausschaltung der Sexualfunktion erreicht. Er springt nicht mehr jeder läufigen Hündin hinterher und das aggressive Verhalten, wie Konflikte und Beißereien mit männlichen Artgenossen lassen durch die Kastration nach.
  • Beachte bitte, dass die Hypersexualität während der Pubertät kein Grund für eine Kastration ist. Die Hypersexualität sollte durch erzieherische Maßnahmen korrigiert werden.

Nachteile beim Rüden:
  • Eine Kastration vor dem Erreichen der Geschlechtsreife kann sich auf das Skelettwachstum auswirken. Der Rüde kann etwas größer werden.
  • Der Rüde wird verfressener und hat einen gesteigerten Appetit. Es kann zu Übergewicht kommen, wenn nicht konsequent die selbe Menge weitergefüttert wird oder im Alter sogar etwas weniger.
  • Die Fellstruktur kann sich vor allem bei langhaarigen Hunden verändern und einige Rassen können ein stumpfes Babyfell bekommen.
  • Kastrierten Rüden sind „geschlechtsneutral“ und deshalb sehr interessant für unkastrierte Rüden. Diese möchten sie wie eine Hündin besteigen. Die kastrierten Hunde können dadurch das aggressive verhalten wieder annehmen.

Wie gesagt, es handelt sich um eine sehr persönliche Entscheidung, die nicht überstürzt getroffen werden sollte.



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